Wandern mit Kleinkindern

Wanderurlaub als Familie: Tipps beim Wandern mit Kleinkindern

Wer als Paar schon gerne gewandert ist, möchte in der Regel sein Hobby nicht an den Nagel hängen, wenn sich Nachwuchs einstellt. Die gute Nachricht: Müsst ihr nicht! Auch mit Baby und Kleinkind könnt ihr weiterhin eure Wanderstiefel schnüren. Natürlich werden sich beim Wandern mit Kleinkindern einige Dinge verändern. Ihr müsst die Belange eures Nachwuchses bei euren Tourenplanungen berücksichtigen, und ihr braucht zusätzliches Equipment, damit eure Wanderungen allen Familienmitgliedern Spaß machen. Als kleine Hilfe habe ich euch hier unsere Familien-Wander-Erfahrungen der letzten fünf Jahre zusammengestellt.

Inhalt
Wo lässt es sich als Familie gut wandern?
Bergwanderungen mit Kindern
Küstenwanderungen mit Kindern
Sinnvolles Equipment für das Wandern mit Kleinkindern
Ermittlung der maximalen Tourenlänge
Tourenauswahl beim Wandern mit Kleinkindern
Los geht’s! Mit Kleinkindern auf Tour.

Wo lässt es sich als Familie gut wandern?

Wandern kann man nicht nur in den Bergen, auch wenn Berge beim Thema Wandern oft die erste Assoziation sind. Gerade beim Wandern mit Kleinkindern liebe ich persönlich es fast noch mehr, eine Küste entlang zu wandern. Ich genieße die Ausblicke, atme die frische Salzluft ein und lausche dem Rauschen der Wellen. Alles hat so seine Vor- und Nachteile.

Bergwanderungen mit Kindern

Für Kinder sind Bergwelten spannend. Unsere Töchter fanden es aufregend, mit der Seilbahn, dem Sessellift, der Schrägseilbahn oder der Zahnradbahn einen Berg hinauf- oder hinunter zu fahren. Dazu gibt es in Gebirgen auch Schluchten und Klammen, die oft familienfreundliche Wanderrouten bieten, sowie Gebirgsbäche und Seen, die zum Plantschen und Baden einladen, und tosende Wasserfälle, die bestaunt werden wollen. Auch eine Hüttenübernachtung ist für Kinder ein tolles Erlebnis.
Nachteile: Beim Wandern mit Kleinkindern in den Bergen muss man besonders auf die Höhenmeter achten. Wenn man nicht nur im Tal, sondern weiter oben wandern möchte, läppern sich die Kosten für die Bergbahnen schnell (ggf. lohnen sich Mehrtagespässe). Ein Manko für uns Vancamper: Um die Ausgangspunkte der Wanderungen zu erreichen, ist im Gebirge häufig ein Auto erforderlich. Hinzu kommt, dass mir im österreichen Inntal die rummeligen und vergleichsweise teuren 4-Sterne-Campingplätze nicht so gut gefallen haben. Ich kenne bislang nur wenige Täler, die über naturnahe Campingplätze mit Anbindung an ein gutes, öffentliches Verkehrsnetz verfügen (z.B. das Chamonix-Tal). Für gelungene Familienurlaube in den Alpen empfehle ich daher eher eine Ferienwohnung plus eigenen PKW.

Bergwandern mit Kindern

Bergwandern mit Kindern

Bisher waren wir in folgenden (Mittel-)Gebirgen mit Kind/ern wandern:

Küstenwanderungen mit Kindern

Küstenwanderungen sind für Kinder ebenfalls sehr spannend. Kurvenreich führen die Wanderwege großenteils am Meer entlang. Die kleinen Entdecker laufen, springen und kraxeln über Stock und Stein, ohne dabei zu viele Höhenmeter meistern zu müssen. Weiße Sandstrände laden zu Pausen ein, bei denen gebuddelt, geplantscht und Muscheln gesammelt werden. Häfen, Leuchttürme, Aussichtspunkte, Burgen, Ruinen, Kaps oder auch eine Crêperie sind abwechslungsreiche Etappenziele für die ganze Familie.

Küstenwandern in der Bretagne

So schöne Pausenplätze bringt das Wandern entlang der Küste mit sich.

Bisher haben wir folgende Küsten als Familie erwandert, wobei die Bretagne unser ganz klarer Liebling ist (auch Irland und Wales kann ich mir zum Küstenwandern ganz wunderbar vorstellen):

Sinnvolles Equipment für das Wandern mit Kleinkindern

#1 Eine gute Tragehilfe

Essentiell beim Wandern mit Baby und/oder Kleinkind ist die Auswahl der passenden Tragehilfe, denn die muss bequem sowohl für das Kind als auch den Träger sein. Bei allen Tipps und Empfehlungen gilt: Nichts ersetzt die Anprobe! Wir sind ja schließlich alle Individuen.
Bei Babys kommen zunächst Tragetücher oder (bitte ergonomische!) Babycarrier wie unsere geliebte Emeibaby-Trage* zum Einsatz. Ab stabilen Sitzalters und entsprechender Körpergröße können die Kinder in die Kraxe wechseln. Hier scheiden sich die Geister bei den Kindern (sowie den Trägern): Manche genießen den Kuschelfaktor und bleiben lieber länger bei der Babytrage, während andere die Bewegungsfreiheit und den Ausblick von oben aus der Kraxe vorziehen, so wie unsere Mädels. Wir hatten zwei verschiedene Kraxen im Einsatz, eine Deuter Kid Comfort 2* (unbedingt das Sonnen-/Regendach* dazu kaufen!) sowie eine Osprey Poco Plus*. Beide Kraxen sind gut, aber im Vergleich gefällt mir die Trage von Osprey deutlich besser. Der Sitz auf der Hüfte ist angenehmer, das Kind sitzt geschützter und bequemer (besonders beim Schlafen), das Sonnendach ist bereits integriert und einfach herausziehbar, die enthaltene Regenhülle bietet besten Regen- und Windschutz und die Anschnallgurte sind deutlich besser bedienbar.

#2 Trinkblase: Platzsparendes und komfortables Trinksystem

Passend zur neuen Ospey-Kraxe haben wir uns eine 2-Liter-Trinkblase* gekauft. Der Platz in den Kraxen ist limitiert und bereits mit Proviant, Kleidung und Windeln belegt, für sperrige Trinkflaschen bleibt kaum Raum. Die Trinkblase war die perfekte Lösung! Noch dazu ist sie bequem beim Wandern bedienbar und auch bei den Kindern schwer beliebt.

Trinken wie die Profis

Trinken wie ein Profi: Die Trinkflasche war out, Lotta wollte nur noch den Trinkschlauch benutzen.


Da zwei Liter natürlich nicht für vier Personen ausreichen, führen wir zusätzlich noch Trinkflaschen mit. Wir sind mittlerweile große Fans der 720° DGREE Flaschen*, die es in unterschiedlichen Größen für Kinder und Erwachsene gibt. Sie sind robust, leicht, auslaufsicher, PBA-frei und kinderleicht zu bedienen.

#3 Wanderstöcke: Bessere Balance für Kraxenträger

Beim Bergwandern mit Kraxe halte ich Wanderstöcke für essentiell, um sicher das Gleichgewicht zu halten. Auch trittsichere Wanderer sollten bedenken, dass sie eine teure Last auf dem Rücken tragen, die gerne mal in den ungünstigsten Momenten herumzappelt. Bei Küstenwanderungen sind Wanderstöcke meiner Ansicht nach zu vernachlässigen. Die wenigen Passagen, wo Stöcke für mich hilfreich gewesen wären, stehen in keinem Verhältnis zum restlichen „Mitschleppaufwand“. Wie immer gilt auch hier: Jeder nach seiner Façon.

#4 Wind- und Wetterschutz

Immer mit dabei sind bei uns Matschhose und Regenjacke. Die Matschklamotten leisten uns beim Wandern sowie bei den Pausen treue Dienste, um die Kids trocken zu halten. Für Krabbelkinder sind auch Regenfüßlinge* wichtig. Im Übrigen kommen die Matschsachen nicht nur bei Regen, sondern auch bei Wind oder einfach als zusätzliche Schicht zum Einsatz.

Leni in Matschklamotten am Strand

Matschklamotten sind essentiell, besonders natürlich bei Krabbelkindern.

#5 Wanderschuhe für (teilweise) selbst laufende Kinder

Ein selbst laufendes Kind benötigt ordentliche Schuhe. Wir fahren laufen nun schon die dritte Saison sehr gut mit Wanderschuhen der Marke Keen. Begonnen haben wir mit dem Trekking- und Wanderhalbschuh*, mittlerweile sind wir bei dem knöchelhohen Wanderstiefel* angelangt. An warmen Tagen kommen die Trekkingsandalen von Keen* zum Einsatz. Natürlich gibt es auch andere sehr gute Wanderschuhe von bekannten Wanderschuhherstellern, da bei uns die Kinderwanderschuhe im Alltag jedoch nicht so wahnsinnig häufig zum Einsatz kommen, passen bei uns vom Preis-Leistungsverhältnis die Keen-Schuhe besser.

#6 Wanderrucksack – Selbst ist das Kind!

Sind die Kinder komplett dem (Teilzeit-)Tragealter entwachsen, sollten sie meiner Ansicht nach ihren eigenen Wanderrucksack bekommen. Unsere Große ist stolze Trägerin des Deuter-Rucksacks „Kikki“. Lotta besitzt allerdings noch das Vogel-Vorgängermodell, das laut ihr übrigens bei Bergaufstücken mitflattert – geniales Feature ;-) In ihrem Rucksack trägt Lotta ihre eigene Trinkflasche*, ein paar kleine Snacks und ihre Fleece-Jacke sowie all ihre beim Wandern erbeuteten Schätze. Der Rucksack erfreut sich bei uns demaßen großer Beliebtheit, dass er auch im Alltag ständig zum Einsatz kommt: Er hat den Kita-Rucksack ersetzt und kommt auch auf Spaziergängen am Wochenende mit. Für Leni haben wir daher nun auch einen beim Christkind bestellt.

Wandern mit eigenem Rucksack - toll!

Wandern mit eigenem Rucksack – toll!

Tourenlänge beim Wandern mit Kleinkindern

Beim Wandern mit Kleinkindern muss man sich wohl oder übel etwas einschränken. Kürzere Strecken, weniger Höhenmeter und Routen mit Erlebniswert für die Kinder sind der Schlüssel zum Familien-Wander-Spaß. Die klassischen Familienwanderungen hingegen kann ich auch nicht empfehlen, da es sich hierbei oft eher um Spaziergänge auf asphaltierten oder für Kinder langweiligen Forstwegen handelt. Wir sind bislang am besten mit „ganz normalen“ Wanderungen zurecht gekommen, die wir auf unsere Bedürfnisse hin gekürzt haben.
Wie lang und schwierig darf nun aber eine Wanderung sein? Die Ermittlung der maximalen Distanz ist beim Wandern mit Kleinkindern ganz besonders wichtig, denn wenn das Kind nicht mehr laufen mag, müssen die Erwachsenen die Wanderung „zu Ende bringen“. Mit welcher Tourenlänge kann man also realistisch planen?

#1 Wie weit läuft euer Kind bereits selbst?

Um die Selbstlaufstrecke eines Kleinkinds zu berechnen, gibt es folgende Faustformel:

Lebensalter x 1,5 km UND 100 Höhenmeter entsprechen 1 km

Im Alter von 3,5 Jahren sollte Lotta demnach gute fünf Kilometer in ebenem Terrain selbst laufen können. In Anbetracht der Höhenmeter habe ich davon einen Kilometer abgezogen und grob mit vier Selbstlaufkilometern kalkuliert, was am Ende wunderbar aufgegangen ist. Beim Küstenwandern hat sie Strecken zwischen 4 und 6,5 Kilometern selbst gemeistert, in den Alpen hat sie Distanzen von 3,5 bis 5 Kilometern zurückgelegt.
Im Folgesommer, also im Alter von 4,5 Jahren, sollte Lotta gemäß Formel knapp 7 Kilometer, unter Berücksichtigung von 100-200 Höhenmetern etwa 5-6 Kilometer schaffen können. Auch hier passte die Formel wieder wunderbar.

Für kleine Beine sind solche Bergaufstücke anstrengend, aber an Papas Hand läuft es.

Für kleine Beine sind solche Bergaufstücke anstrengend, aber an Papas Hand läuft es.

Da jedes Kind unterschiedlich sportlich und wanderbegeistert ist, müsst ihr gegebenenfalls noch einen „individuellen Faktor“ berücksichtigen, den letztlich nur die Erfahrung bringt. Während bei kleinen Wirbelwinden vielleicht pauschal ein Kilometer aufgeschlagen werden kann, muss man bei Bewegungsmuffeln eher kleinere Abstriche machen.

Ganz wichtig: Plant Pausentage ein und achtet auch auf die Tagesform eurer Nachwuchswanderer. Manchmal kann es besser sein, eine Wanderung zu vertagen und stattdessen ein Alternativprogramm einzulegen.

#2 Wie lange sitzt euer Kind anschließend zufrieden in der Kraxe?

Während unsere Große die Babytrage schnell boykottiert hatte, war sie – und auch ihre kleine Schwester – in der Kraxe immer zufrieden. Jammereien kennen wir so gut wie gar nicht. Die Damen schauen sich die Umgebung an, quatschen uns von hinten voll, spielen mit meinen Haaren (aua!), futtern kleine Snacks, singen oder schlafen. Diesen Luxus kenne aber nicht alle Eltern, von daher müsst ihr einfach austesten, wie zufrieden eure Kinder in der Kraxe sind.

#3 Wie weit kann/möchte der Kraxenträger das Kind noch tragen?

Bedenkt an der Stelle bitte, dass euer Kind nicht zwingend sein oben ermitteltes „Soll“ erfüllt, ihr also im Zweifel noch einen Teil der errechneten Selbstlaufkilometer mit wuppen müsst. Behaltet außerdem die Höhenmeter im Blick, denn die hauen mit zappelndem Lebendgewicht auf dem Rücken doppelt rein. Nur so zur Orientierung: Ein 3,5-jähriges Kind plus Kraxe und etwas leichtes Gepäck bringen etwa 20 Kilo auf die Waage. Während Jan das Gewicht nur „teilzeit“ auf dem Buckel hattte, habe ich über die gesamten Wanderstrecken gute 16 bis 18 Kilo geschleppt, also unsere Kleine plus die Wasservorräte, Snacks und unser Equipment. Für Jan und mich hatte besonders die Zeit mit zwei Tragekindern durchaus einen sportlichen Charakter.

Wandern mit Kleinkindern ist Sport für die Eltern.

Wandern mit Kleinkindern ist Sport für die Eltern.

Orientierung: Unsere Streckenlängen

Als wir mit einem teilweise selbst laufenden Kind (3,5 Jahre) sowie einem reinen Tragekind unterwegs waren, haben wir Wanderungen zwischen 4 und 12 Kilometern absolviert, optimal waren Strecken von 6 bis 8 Kilometern. Unser Große ist dabei zwischen 3 und 6,5 Kilometern selbst gelaufen. In der ersten kompletten Selbstlaufsaison von Lotta haben sich unsere Wanderstrecken auf Touren zwischen 3 bis maximal 8 Kilometern verkürzt, wobei die 5-6 Kilometer langen Wanderungen mit maximal 100 bis 200 Höhenmetern ideal für uns waren.

Tourenauswahl beim Wandern mit Kleinkindern

Auf Basis eurer Berechnung könnt ihr euch nun Wunschtouren in der entsprechenden Länge heraussuchen. Wichtig ist jetzt aber noch ein Blick auf die Wanderzeit, denn die Tourenbeschreibung geht ja von einem Erwachsenen ohne Kleinkind im Schlepptau bzw. auf dem Rücken aus. Die Gehzeit aus der Tourenbeschreibung müsst ihr also nach oben hin korrigieren, wobei euch die folgenden Hinweise und Fragen eine Hilfestellung geben.

  1. Für die selbst gelaufene Strecke müsst ihr gut und gerne mit der doppelten Gehzeit rechnen (bei älteren Kindern mit ca. der 1,5-fachen Zeit), schließlich kommen kurze Beine langsamer voran.
  2. Wenn ihr mit einem Selbstlaufkind UND einem Tragekind unterwegs seid, bedenkt bitte, dass ihr das Tragekind die verlängerte Gehzeit über auf dem Rücken habt!
  3. Seid großzügig bei der Pausenplanung. Mit Kindern legen wir häufiger Pausen ein als früher zu zweit, und meist dauern die Pausen auch länger. Die Kinder wollen etwas essen, spielen und müssen ggf. gewickelt werden. Pipi-Pausen müssen manchmal seeeehr spontan und zum Leidwesen der Eltern in ungünstigen Momenten eingelegt werden. Das Wiederstartklarmachen nach der Pause zieht sich auch in die Länge: Die ganzen Plörren müssen wieder verstaut und die Kinder zum Weitergehen motiviert werden.
Wanderpause am Strand

Wanderpause am Strand: Unsere Kinder waren im Paradies

  1. Wenn ihr mit zwei oder mehr Kleinkindern unterwegs seid, müsst ihr einen noch größeren zeitlichen Puffer einplanen, denn die Kinder laufen mit ihren Bedürfnissen leider nicht immer synchron.

Die Gesamtzeit, die ihr für eure Tour einplanen müsst, hat sich nun deutlich nach oben korrigiert. Sollte euch das zu lang erscheinen, startet vielleicht lieber mit einer kürzeren Tour – man kann sich ja während des Urlaubs steigern. Alternativ prüft im Vorfeld, ob sich eure Wunschwanderungen spontan abkürzen lassen. Manche Wanderungen lassen sich ganz gut in zwei Wanderungen aufsplitten, bei anderen Touren kann man einen Schlenker abkürzen.

Tiefenbachklamm, Tirol

Das Gewicht einer 3,5-Jährigen in der Kraxe ist schon sportlich für den Träger.

Los geht’s! Mit Kleinkindern auf Tour.

Das Wandern mit Kleinkindern ist Wandern im Schneckentempo. Kinder sind Jäger und Sammler, sie halten für hübsche Blumen, Stöcke, Steine und Muscheln. Kinder sind kleine Entdecker, sie inspizieren jedes Loch („Wohnt dort ein Kaninchen?“) und verfolgen jedes Getier. Kinder sind Eroberer, sie erklimmen große Felsen und Aussichtsplattformen. Für uns Erwachsene ist das die Chance, den Blick auf die kleinen Dinge am Wegrand zu richten, die wir sonst übersehen. Bei aller Geduld möchte man aber dennoch voran kommen. Ein Tipp: Nutzt die Entdeckerlaune und den Sammeltrieb eurer Sprößlinge aus und macht sie auf spannende Dinge in der Ferne aufmerksam: „Guck mal, da vorne sind Pferde auf der Weide“ oder: „Auf den großen Fels da vorne kann man bestimmt super drauf klettern!“.

Kühe auf der Île de Bréhat

Kühe sind für Kinder durchaus eine Sehenswürdigkeit während der Wanderung.

Für Kinder ist es wichtig, Etappenziele vor Augen zu haben: „Schau mal, ich kann den Leuchtturm da vorne schon sehen!“ Auch eine Pause kann man im Vorfeld ganz gut ankündigen: „An der nächsten Bank legen wir eine Brotzeit ein.“ oder „Da vorne am Strand machen wir eine Pause.“ Gute Pausenplätze geben den Kindern die Möglichkeit, zu spielen und zu toben. Strände bieten sich dafür an, weil die Kinder Muscheln suchen, im Sand buddeln und die Füße ins Wasser halten oder sogar schwimmen/platschen gehen können. Pausenplätze an Bächen, Flüssen oder Seen stehen bei Kindern natürlich auch hoch im Kurs. Andere gute Pausenorte sind Spielplätze oder (kinderfreundliche) Cafés/Berggasthöfe/Crêperien/etc.

Baum-Bank in Ploumanac'h

Ein etwas anderer Pausenplatz, den nicht nur Lotta spannend fand.

Wenn das Kind nicht mehr selbst laufen möchte, stellt sich die Frage, ob man es sofort in die Kraxe setzt oder lieber versucht, das Kind noch für ein paar Meter zu motivieren. Wir haben diese Entscheidung jedes Mal ganz individuell getroffen. Wenn Lotta müde und k.o. gewirkt hat, haben wir nicht lange gefackelt und sie direkt in die Kraxe gesetzt. Wir wollten ihr schließlich auf keinen Fall den Spaß am Wandern vergraulen. Hatten wir den Eindruck, dass ihr Wunsch auf Bequemlichkeit oder Langeweile basierte, haben vorsichtig versucht, sie zum Weiterlaufen zu motivieren.

Haben euch meine Tipps weiter geholfen? Oder habt ihr noch ganz andere Ideen und Strategien bei Wandern mit Kleinkindern? Immer her damit!

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