Azoren mit Kindern - kein Problem!

Azoren mit Kindern: Familienreise auf die Insel São Miguel

„Nicht mit Kleinkindern kommen!“, warnt mein Azoren-Reiseführer. Sorry, aber da muss ich widersprechen. Wir haben 14 wunderbare Tage auf São Miguel, der größten der neun Azoren-Inseln, verbracht, und zwar mit 8 Monate altem Baby und 2¼-jährigem Kleinkind. Wir haben eine Menge erlebt, hatten viel Spaß und sind gut erholt – was will man mehr von seinem Urlaub erwarten? Gut, wer Animation, All-Inclusive und einen Kids-Club sucht, ist dort definitiv fehl am Platz, wer aber wie wir auf Unternehmungen in der Natur steht, ist auch mit (kleinen) Kindern goldrichtig auf den Azoren aufgehoben.

Inhalt
Azoren mit Kindern: Na klar!
Azoren mit Kindern: Diese Schwierigkeiten gibt es.
Flug & Mietwagen
Ferienwohnung
Wetter, Reisezeit und Reisedauer
Reiseführer
Es gibt ja noch acht weitere Inseln…

Ich finde, dass São Miguel viele spannende Dinge für Kinder bietet. Auf der anderen Seite gibt es tatsächlich ein paar Punkte, die im Hinblick auf kleine Kinder eher suboptimal sind. Aber fangen wir doch mit den Pros an.

Azoren mit Kindern: Na klar!

1. Meer

Lotta liebt das Meer. Was liegt da näher als ein Urlaub auf einer Insel? Da gibt es schließlich ringsherum Meer. Und bei einer so überschaubaren Insel wie São Miguel kann man fast von überall aus das Meer sehen. Die Azoren-Insel ist nämlich gerade mal 16 km breit und keine 64 km lang. Die Badesaison ist Anfang März natürlich noch in weiter Ferne (Hauptsaison: Juli/August), das machte allerdings nichts, denn Lotta konnte sich immer wieder über die bloße Anwesenheit des blauen Atlantiks freuen.

2. Heiße Quellen

Auch wenn das Meer zum Schwimmen noch zu kalt war, die Azoren sind ja Vulkaninseln. Und ein geniales Feature von Vulkaninseln sind heiße Quellen. 39 Grad warmes Wasser inmitten von subtropischer Vegetation – ein Traum!
Lotta war der Wellness-Aspekt natürlich völlig wumpe. Mein kleiner Wasserfloh hat einfach ausgelassen herum geplantscht und war kaum aus dem warmen Nass heraus zu bekommen. Nicht so schlimm, denn meine Muskeln haben sich sehr über die wohlig warme Entspannung gefreut.

Baden in heißen Quellen - ein Erlebnis für sich!

Heiße Quellen – Ganzjähriger Badespaß für kleine und große Wasserratten

3. Strand

Welches Kind liebt es bitte nicht, im Sand zu buddeln? Im Gegensatz zu Madeira besitzen die Azoren Sandstrände. Sogar ziemlich viele. Einige mit schwarzem Sand, andere mit hellem Sand. Die meisten am Meer, andere am Ufer vom Kratersee. Diese Feinheiten waren Lotta schnurzpiepegal. Für sie war nur eines wichtig: Ihre kleine, rote Schaufel. Hach, Stände sind einfach die tollsten Sandkästen der Welt! Die kleine hat auch ihre ersten Sand-Erfahrungen gesammelt: Mmmh.

Strandspaß für die ganze Familie - auf den Azoren sogar Anfang März möglich

Strandspaß für die ganze Familie – auf den Azoren sogar Anfang März möglich

4. Steine

Seit einiger Zeit hat Lotta das Steine-Sammel-Fieber gepackt. Überall finde ich Steine, in ihren Hosentaschen, im Autositz, in meiner Waschmaschine… Auf den Azoren ist Lotta im Steine-Paradies gelandet. Neben „normalen“ Steinen hat sie auf São Miguel schwarze, braune und rote Lava-Steine entdeckt und während unserer Spaziergänge und Wanderungen tonnenweise gesammelt. Sie hat sogar weiße Steine gefunden, die im Wasser schwimmen können – verrückt. Als ich Lottas Kleidung vor der großen Wäsche zu Hause gefilzt habe, sind mir natürlich noch ein paar Lavabrocken und Bimssteine in die Hände gefallen, die sie nun vorbildlich in Ehren hält: „Die Steine hab ich aus dem Uuurbaub mittebacht.“

5. Parks & Grünanlagen

Auf São Miguel gibt es unheimlich viele Parks, in denen man mit Kindern hervorragend spazieren gehen kann. Die Kleinen können herumlaufen und sich austoben und gleichzeitig spannende Dinge wie Wasserfälle, Springbrunnen, Levadas, Wassermühlen usw. bestaunen.

Terra Nostra Park in Furnas

Der Terra Nostra Park in Furnas ist ein herrliches Ganztagesziel für Familien.

Gefühlt besitzt jedes Städtchen irgendeine größere oder kleinere Parkanlage. Außerdem gibt es verschiedene Ausflugsziele außerhalb der Ortschaften, wie beispielsweise der wunderschöne Parque da Ribeira dos Caldeirões, ein zum Park umgestaltetes Bachtal bei Achada, oder der Botanische Garten am Ribeira do Guilherme nahe Nordeste. Auch ohne Kinder sind diese Parks interessant, aber wir hätten sie in kurzen Spaziergängen schnell erkundet gehabt. Mit Kindern haben wir teils mehrere Stunden dort verbracht: Wir haben Bötchen (Blätter) auf den Levadas fahren lassen, Fangen im „Busch-Labyrinth“ gespielt, sind über Steine im Wasser balanciert und haben gemütlich gepicknickt.

6. Aussichtspunkte & Grillplätze

Die Azorer scheinen riesige Grillfans zu sein, denn alle paar Kilometer passiert man einen Grillplatz. Meist mit herrlicher Aussicht auf die wunderschöne (Nord-)Küste.

Miradouro de Santa Iria

Tolle Aussicht, selbst bei nicht so tollem Wetter, am Miradouro de Santa Iria.


Die Aussichtspunkte, speziell solche mit angeschlossener Grillmöglichkeit, bieten weitere gute Möglichkeiten, um kleinen Kindern ein paar Minuten „Auslauf“ zu gönnen. Während Lotta dort herum getobt hat, habe ich meiner Foto-Leidenschaft gefrönt. Oder ich habe Leni gestillt. Wenn nämlich ein Baby während einer Autofahrt auf den Azoren mal unverhofft Hunger anmeldet, ist der nächste Grillplatz gewiss nicht weit. Praktisch.

Sonnenuntergang am Miradouro dos Barreiros

Miradouro dos Barreiros: Ohne Lenis spontane Hungerattacke hätten wir diesen tollen Grillplatz nicht gefunden und den herrlichen Sonnenuntergang verpasst.

7. Vulkanismus hautnah: Die Erde lebt!

Fünf der neun Azoren-Inseln sind auch heute noch vulkanisch aktiv: Faial, Pico, São Jorge, Terceira und auch unser Reiseziel São Miguel. Einer Zweijährigen brauche ich natürlich nichts von Vulkanismus zu erzählen, dampfende Erde und blubbernde Schlammtöpfe findet Lotta trotzdem höchst spannend. Und während ich bei dem Gestank nach faulen Eiern lieber nicht zu tief eingeatmet habe, hat Lottas Kindernase den Schwefelgeruch gekonnt ignoriert. Respekt.

Geothermalgebiet Furnas

Fasziniert hat Lotta dem blubbernden Wasser zugeschaut. Gestank? „Riecht gut, Mama.“ Na dann…..

8. Wandern auf den Azoren

Die Azoren sind ein beliebtes Ziel für Wanderer. Sofern der eigene Nachwuchs wanderwillig ist, kann man auch mit Kindern nette Wanderungen auf São Miguel unternehmen.

Lotta mit Wanderstöcken

Früh übt sich! Lotta hat Jans Wanderstöcke übernommen.


Lotta ist jetzt zum Glück wieder fürs Wandern zu haben. Einen Teil läuft sie selbst, ansonsten sitzt sie gerne in der Kraxe*, schaut in die Weltgeschichte und quatscht uns von hinten zu. Wenn man sich nach einigen Höhenmetern schnaufend eine Pause gönnt, bekommt man auch schon mal von hinten zu hören: „Mama, du hast jetzt genug geguckt. Weitergehen.“ Super. Leni hat während unserer Wanderungen zufrieden in der Babytrage* gehockt. Kuscheln, gucken und schlafen reichen für ein noch nicht groß mobiles Baby vollkommen aus.

Aufbruch zur Wanderung auf dem Kraterrand von Sete Cidades

Aufbruch zur Wanderung auf dem Kraterrand von Sete Cidades

Zum Selberlaufen bietet sich der angenehm zu gehende Wanderweg auf dem Kraterrand von Sete Cidades an. Wir sind ab dem berühmten Aussichtspunkt Miradouro da Vista do Rei gestartet. Rechts die beiden Kraterseen, links das Meer – traumhaft! Bis nach Sete Cidades sind wir allerdings nicht gelaufen, wir haben irgendwann kehrt gemacht und sind zurück zum Parkplatz gelaufen.
Eine nette Rundwanderung von kinderfreundlichen 1,5 Stunden startet am Parkplatz des Lagoa do Canário (Wanderung Nr. 8 im Azoren-Reiseführer vom Michael Müller Verlag*). Schöne Aussichten, angenehm zu laufen, allerdings mit ein paar Anstiegen, die man mit zappelndem Gepäck auf dem Rücken doch spürt. Den Abstecher zum wahrscheinlich meist fotografierten Aussichtspunkt sollte man vorher oder hinterher auch noch mitnehmen (Achtung: Das Schild „Lagoa do Canário“ links liegen lassen und weiter geradeaus gehen!)
Die kurze Wanderung runter zum Strand des Lagoa do Fogo hat es hingegen in sich! Hohe, teils bröckelige Stufen sowie Kletterpassagen machen diese Tour zu einer nicht ungefährlichen Angelegenheit, gerade mit Kindern auf dem Rücken. Das Ziel ist lohnenswert, aber man sollte geübt sein, gutes Schuhwerk tragen, Wanderstöcke mitnehmen und die Tour nicht nach einem Regen gehen.

9. Tiere

Tiere sind zwar nicht Azoren-spezifisch, aber etwas, mit dem man Kinder immer kriegen kann. Auf der grünen Insel São Miguel gibt es überall Kühe. Manchmal kommen sie sogar als Gegenverkehr daher. Allgegenwärtig sind auch Katzen, Lottas aktuelle Lieblingstiere: „Daaa, eine Miau-Katze!!!“ Auch unsere Ferienwohnungsvermieter besitzen fünf Katzen, dazu vier Hunde, Ziegen, Hühner, Enten und eine Pute. Das war natürlich total klasse, denn so hatten wir selbst an einem Pausentag noch ausreichend Beschäftigung für unsere Zweijährige. Spannend für Lotta waren außerdem die kleinen Eidechsen, die überall in den schwarzen Lava-Steinmauern wohnen.

Tiere auf den Azoren

Sicherlich keine spezielle Azoren-Sehenswürdigkeit, aber Tiere sind für Kinder einfach immer interessant.

10. Kaputte Häuser

Eine Sache hat Lotta nachhaltig beeindruckt: Die vielen kaputten Häuser. In jedem Ort gibt es sie. Sogar in der Inselhauptstadt Ponta Delgada befinden sich mitten in der Innenstadt halb eingestürzte Häuser, aus denen uns Pflanzen entgegen wucherten. Wie oft haben wir in den zwei Wochen folgende Worte aus Lottas Mund gehört: „Das Haus ist kapuuuutt. Das ist schade. Da kann der Udo auch nichts mehr machen.“ Udo ist übrigens unser KFZ-Mechaniker und Lottas Superheld, der sonst alles heile machen kann.

Straßenzug mitten in der Inselhauptstadt Ponta Delgada

Straßenzug mitten in der Inselhauptstadt Ponta Delgada


11. Stadtbesichtigungen

Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber Stadtbesichtigungen finde ich mit Kindern sehr einfach und angenehm. Während ich mir die Architektur ansehe und das Flair einer Stadt auf mich wirken lassen, findet Lotta auch immer Dinge, die sie interessieren: Brunnen, Brücken, gemusterte Gehwege oder eine überlebensgroße Mickey Maus Figur vor einem Spielzeuggeschäft.

Stadtbummel durch das Inselhauptstädtchen Ponta Delgada

Stadtbummel durch das Inselhauptstädtchen Ponta Delgada


12. Sonnenuntergänge

Last but noch least hat meine Zweijährige schon ihre Liebe zu Sonnenuntergängen entdeckt. Eine tolle Art, den Tag ausklingen zu lassen, auch als Familie.

Sonnenuntergang an der Praia Santa Bárbara

Sonnenuntergang an der Praia Santa Bárbara

Azoren mit Kindern: Diese Schwierigkeiten gibt es


Bei all den Vorzügen haben die Azoren aber auch ein paar Nachteile, wenn man mit kleinen Kindern dort urlaubt:

1. Nicht Kinderwagen-tauglich

Den Kinderwagen kann man bei einer Azoren-Reise getrost zu Hause lassen. Bei uns kam er ganze drei Mal innerhalb von 15 Tagen zum Einsatz, und bei den Gelegenheiten hätten wir im Zweifel halt auch die Babytrage verwenden können. Warum? Bürgersteige gibt es quasi gar nicht, oder sie sind so schmal, dass selbst ein einzelner Fußgänger besser nicht zu dick sein sollte.

Stadtbesichtigung in Ponta Delgada

Bei grün gehen, bei rot stehen. Wenn wir uns schon auf der Straße fortbewegen (müssen), dann halten wir uns auch an die Verkehrsregeln.

2. Limitierte Wickelmöglichkeiten

Spezielle Wickelräume sucht man zumeist vergebens. Für uns ist das jetzt nicht weiter schlimm gewesen, weil wir ohnehin schon geübte Unterwegs-und-überall-Wickler sind.

3. Wenige Spielplätze

Bei unserer Elternzeit-Reise mit Lotta sind wir Spielplatz-mäßig schwer verwöhnt worden: In Spanien und Frankreich gibt es an jeder Ecke gut gepflegte Spielplätze. Auf São Miguel ist das Angebot eher eingeschränkt. Zwei Mal sind wir über einen Kinderspielplatz gestolpert, was Lotta jeweils freudig zum Rutschen und Schaukeln genutzt hat. Sie war allerdings auch anderweitig gut beschäftigt, so dass der Verzicht sich in Grenzen hielt.

Und? Lust auf die Azoren bekommen? Dann gebe ich euch hier noch einige praktische Tipps:

Flug & Mietwagen


Wir sind von Düsseldorf aus mit AirBerlin direkt nach Ponta Delgada geflogen. Flugdauer: Knappe 4,5 Stunden. Da es unsere erste Flugreise mit Kindern war, war mir ein Direktflug mit überschaubarer Flugdauer wichtig (eigener Bericht über das Fliegen mit Kindern folgt!).

Am Flughafen von Ponta Delgada haben wir unseren Mietwagen in Empfang genommen, den ich wie gewohnt vorab über Check24 gebucht habe. Ich achte dabei immer auf eine faire Tankregelung (voll bekommen, voll wieder abgeben), unbegrenzte Freikilometer und – ganz wichtig! – umfassenden Versicherungsschutz (Vollkasko ohne Selbstbeteiligung). Die Abwicklung vor Ort mit der Vermietagentur Ilha Verde funktionierte super flott und reibungslos, auch das ist mit drängelnden Kindern nicht zu verachten. Überhaupt geht an so einem kleinen Inselflughafen alles recht zügig, von der Gepäckaufgabe über die Sicherheitskontrolle bis zum Einchecken.

Gemütliches Warten auf den Flieger

Weil alles so schnell ging, konnten wir es uns vorm Rückflug noch gemütlich machen.

Ferienwohnung


Als Unterkunft haben wir uns für die Ferienwohnung „Casa Lea-Sophie“ auf dem alten Gutshof Quinta Velha entschieden. Die Wohnung ist zweckmäßig, aber vor allem auch kinderfreundlich eingerichtet: Für unsere Mädels standen Babybettchen, Hochstühle, ein Kindertoilettensitz und Spielzeug parat. Auch im Garten durfte Lotta herumtoben, die Tiere anschauen und den Umgang mit Katzen und Hunden hat sie nebenbei auch noch gelernt. Unsere lieben und hilfsbereiten Gastgeber Marion und Dieter haben uns mit reichlich Tipps und Infos zur Insel versorgt, auch mit selbst gemachtem Schinken und Obst aus dem Garten wurden wir verwöhnt.
Die Lage in Ribeira Grande war perfekt, um die komplette Insel bequem zu erkunden. Viele Ausflugsziele konnten wir in 10 bis 30 Minuten erreichen, so dass die Geduld unserer bewegungsfreudigen Mädels nicht überstrapaziert wurde. Die Inselhauptstadt Ponta Delgada liegt 20 Minuten entfernt, nach Nordeste im Inselosten fährt man 35 Minuten und nach Sete Cidades mit den Kraterseen im Inselwesten gelangt man in 45 Minuten. Ribeira Grande selbst besticht durch seine hübsche, kleine Altstadt, herrliche Strände und einen gut sortierten Supermarkt (Continente).

Wetter, Reisezeit & Reisedauer


Hach ja, das Wetter. Immer so ein kritischer Punkt bei der Urlaubsplanung. März ist sicherlich nicht der klassische Reisemonat für die Azoren, allerdings hatten wir totales Wetterglück. Die erste Woche war es zwar meist bewölkt und teils auch windig, in der zweiten Woche hat aber schon ein früher Frühsommer angeklopft. Sonne satt, T-Shirt-Temperaturen, und mangels Sonnencreme (gehört ganzjährig ins Reisegepäck!) haben wir uns sogar den Pelz verbrannt.

Hafen von Porto Formoso

Die hiesige Dorfjugend hat im Hafen von Porto Formoso sogar schon den Sprung in den Atlantik gewagt.


Grundsätzlich sind die Azoren ein ganzjähriges Reiseziel. Die beste Reisezeit für einen Badeurlaub sind wohl die Monate Juli und August, wandern kann man hingegen am besten in den Monaten Mai/Juni oder September/Oktober. Aber selbst im Winter ist São Miguel grün – so grün, dass die Insel glatt Irland Konkurrenz um den Beinamen „grüne Insel“ machen kann. Mir haben besonders die noch kahlen Bäume gefallen, die mit ihren skurrilen Verästelungen echte Hingucker waren, bei Sonne und noch mehr im Nebel.

Allee bei Sonnenschein

Allee bei Sonnenschein


Für São Miguel kann man gut und gerne zwei Wochen Reisezeit einplanen. Genug Unternehmungen bietet die Insel allemal, außerdem sollte man selbst bei Wetterschwankungen immer auch ein paar gute Tage erwischen. Eine Faustregel auf den Azoren besagt: Bei Sonnenschein sollte man ins Gebirge fahren, hängen die Berge hingegen in den Wolken, sollte man die Küste ansteuern. Damit sind wir sehr gut gefahren.

Reiseführer


Der Michael Müller Verlag hat mir freundlicher Weise seinen Azoren-Reiseführer* zur Verfügung gestellt – danke dafür! Abgesehen von der Aussage, dass die Azoren nicht für eine Reise mit Kleinkindern geeignet seien, sind die Inhalte wie immer gut recherchiert, aktuell, informativ und übersichtlich. Was mir besonders gut gefällt, ist der integrierte Wanderführer. Zu jeder Insel bietet der Reiseführer detaillierte Beschreibungen zu ausgewählten Touren an, für São Miguel 11 Stück. Ein separater Wanderführer wird daher nicht mehr benötigt. Zusätzlich ist der Reiseführer mit diversen Hinweisen auf weitere Wanderungen gespickt, die man dank Wandertafeln und guter Wegmarkierungen dann auch ohne detaillierte Routenbeschreibung gehen kann. Mein Urteil: Volle Zufriedenheit!

Es gibt ja noch 8 weitere Inseln…


… und die interessieren mich, nachdem ich nun São Miguel kennen gelernt habe, umso mehr! Inselhopping wollte ich meinen Mädels allerdings nicht zumuten, ich wusste ja nicht, wie sie das Fliegen vertragen. Außerdem empfinde ich 15 Tage, insbesondere mit Kindern, zu stressig dafür. Ganz oben auf meiner Wunschliste steht die Insel Pico, auf der sich der höchste Berg Portugals befindet (2.351 m). Bei ein paar Blogger-Kollegen gibt es interessante Berichte zu den anderen Inseln:

  • Bildreiche Beiträge über die Inseln Pico und Faial sowie einen Sehnsucht weckenden Erfahrungsbericht vom Whale Watching gibt es bei Jakob auf weltblicke.at.
  • Wer sich für (Mehrtages-)Wanderungen auf Terceira, São Jorge und Pico interessiert, sollte unbedingt bei reiselieber.org vorbeischauen. Nina gibt tolle Tipps zu Wanderungen, Zelt/Jugendherbergen, Fortbewegung usw.
  • Den Montanha do Pico möchte ich furchtbar gerne mal besteigen. Fernwehlektüre dazu gibt es bei Manuela von Seiltanz.
  • Dass man sich auch mit Kindern dem Gipfel des Pico nähern kann, zeigen euch die Berichte der Nordic Family, die für solche Traumlandschaften mal eine andere Himmelsrichtung als Norden einschlägt.
  • Was es alles auf Terceira, der drittgrößten Azoren-Insel zu entdecken gibt, erfahrt ihr bei Nicole auf unterwegesunddaheim.de.
  • Herrliche Fotos von den Inseln Pico und Faial seht ihr bei Claudi um die Welt.

Wart ihr auch schon auf São Miguel oder einer der anderen Azoren-Inseln? Vielleicht sogar ebenfalls mit Kindern? Erzählt mir von euren Erfahrungen!

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