Bye bye 2018! Mein Rückblick in Wort und Bild

Bye bye 2018! Mein Rückblick in Wort und Bild

2018 war nicht mein Jahr. Nee, so gar nicht. Erst hatte ich kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu. Den ganzen Mist werde ich mir jetzt mal kurz (versprochen!) von der Seele schreiben. Anschließend blicke ich mit meinen Foto-Highlights auf die positiven Momente des zweiten Halbjahres zurück. Und dann lasse ich es krachen (ohne Böller!) und freue mich auf 2019, denn das kann ja eigentlich nur besser werden (flott drei Mal auf Holz geklopft, den Schornsteinfeger angepackt, eine Priese Salz über die Schulter geworfen, mein Hufeisen an der Wand richtig herum gedreht, mein Glücksschwein gestreichelt und meinen eben gefundenen Pfennig geküsst).

Ich werde alt…

Das am wenigsten Schmerzhafteste dieses Jahr war mein 40. Geburtstag. Deutlich fieser waren meine Gallenkoliken. Leute, das kann ich nicht weiterempfehlen! Und ich spreche aus Erfahrung, denn ich hatte mehrere, bis mal jemand auf die Idee gekommen ist, dass es nicht der Stress als berufstätige Mutter war, der mich am Boden gekrümmt vor Schmerzen schreien ließ. Mittlerweile bin ich meine Galle los und brauche dringend Synonyme für das ja nicht mehr mögliche Überlaufen meiner Galle. Es gibt nämlich noch so einige Baustellen, wo mir regelmäßig der Kragen platzt.

Schiffswrack in der Bretagne

So in etwa fühle ich mich manchmal…

Unsere Wohnungssuche

Der Immobilienmarkt ist einfach eine Vollkatastrophe momentan. Dass die schönen Wohnungen sauteuer sind, habe ich mittlerweile zähneknirschend akzeptiert. Nützt aber auch nichts, wenn man sie ohnehin nicht bekommt. Ich bin stinkend sauer, dass die besten 4-Zimmer-Wohnungen mit Garten reihenweise an DINKs vergeben werden (wer’s nicht kennen sollte: double income, no kids). Ansonsten haben wir bereits mehrere freundliche Ablehnungen bekommen mit dem tröstenden Zusatz, wir wären aus den 50 Bewerbern die zweite Wahl gewesen. Juchu. Sicher, irgendetwas findet sich immer, nur möchte ich mit meinen Kindern auch nicht ständig umziehen. Eine kuschelige und familienfreundliche Homebase im Nicht-Brennpunktviertel steht daher ganz weit oben auf meiner Wunschliste für 2019.

Camper

… und im Notfall ziehen wir halt in unseren Camper ;-)

Die deutsche Bürokratie und der Termindruck

Jeder kennt sie, jeder hasst sie. Und ich hasse die deutsche Bürokratie noch mehr. Uns erreichen die diversesten Amtsschreiben und Fragebögen rund um das Down-Syndrom unserer Jüngsten. Beispiel: „Es ist zu prüfen, ob sich die bei Ihnen nach dem Schwerbehindertenrecht als Behinderung festgestellte Beeinträchtigung Trisomie 21 wesentlich geändert hat.“ Really? Ich habe nachgezählt, es sind immer noch 47 Chromosomen.
Wenn ich mir meine kleine, schelmige, tapsige, freche, motivierte, fröhliche und liebenswerte Tochter so anschaue, kann ich nur sagen, dass unsere Bürokratie um ein Vielfaches behinderter ist als mein Kind. Es gibt Hilfs- und Unterstützungsangebote, ja, aber der Weg dahin ist mit Bürokratiehürden gespickt. Und nach der Hürde ist vor der Hürde, denn alles wird nach einer Weile erneut überprüft. Wir haben uns daher für 2019 für einen Weg ohne so manche Hürde entschieden. Wir beenden gerade die IFF, also die interdisziplinäre Frühförderung. Ich habe einfach nicht das Gefühl, dass individuell auf MEIN Kind geschaut wird, sondern es wird starr ein Therapiekatalog für DAS Kind mit Down-Syndrom abgearbeitet. Pssst, die Kids sind auch individuell und unterscheiden sich sehr in ihrer Persönlichkeit und ihrem Leistungsspektrum. Wir gönnen uns jedenfalls vorläufig den Luxus eines möglichst normalen Familienlebens. Ich freue mich riesig darauf! Weniger fixe (Therapie-)Termine, mehr Selbstbestimmtheit und vor allem weniger Einmischung von Fremden. Meine nicht mehr vorhandene Galle macht Luftsprünge.

Die modernen Sklaven werden nicht mit der Peitsche, sondern mit Terminkalendern angetrieben.
—  Telly Savalas

Pläne und Wünsche für 2019

Ich bin fertig mit Meckern. Den ganzen Mist mit Grippe im großen Sommerurlaub, Scharlach plus Autounfall (nur Blechschaden) zu Weihnachten etc. erspare ich euch. Stattdessen hake ich das Thema mit dem dicken Wunsch nach einem gesunden Jahr 2019 ab. Und da wünschen alleine meist nicht so viel hilft, versuche ich, dem Ganzen mit mehr Sport, mehr Ausgleich und weniger Stress auf die Sprünge zu helfen. Auch ein paar mehr Reisen setze ich hoffnungsvoll auf meine Wunschliste für 2019. Da ich aber gerade erst anfange, wieder aus der Versenkung aufzutauchen, stecken die Pläne noch in den Kinderschuhen und werden vorläufig nicht verraten. Letzter und etwas konkreterer Vorsatz: Mehr Action im Blog. Gut, weniger geht auch nicht, schließlich habe ich das letzte Halbjahr still und heimlich pausiert. Einige noch ausstehende Blogartikel schlummern bereits friedlich in der Blog-Datenbank und warten darauf, mit mir zusammen im neuen Jahr frisch durchzustarten.

Fotorückblick: 2/2018 in Bildern

Die tolle Fotoparade von Erkunde die Welt kennt ihr mittlerweile ja schon, daher zeige ich euch nun ohne großes Vorgeplänkel noch meine schönsten Bilder aus dem zweiten Halbjahr 2018. Es war ja schließlich nicht alles schlecht.

Krasse Sache

Bienenwiese vor der Zeche Gneisenau (Dortmund)

Bienenwiese vor der Zeche Gneisenau (Dortmund)

Eine wirklich krasse Sache ist, dass dieses Foto von mir kleiner Feld- und Wiesenfotografin es tatsächlich in den Jahreskalender „Unsere Heimat“ vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW geschafft hat. Ich bin mächtig stolz, auch deshalb, weil ich speziell für das gewünschte Thema „typische Landschaften in NRW“ mit meiner Kamera losgezogen bin. Mein Plan war es, zu zeigen, dass in Dortmund heute Industrie(kultur) und Natur in friedlicher Symbiose existieren. Hat anscheinend geklappt.

Aussicht

Zeche Gneisenau

Aussicht von der ehemaligen Halde auf Zeche Gneisenau (Dortmund)

Bei meinem Fotostreifzug ist auch dieses Foto entstanden, das ich bei der Rubrik „Aussicht“ beisteuere. Mit Sicherheit gibt es herrlichere Ausblicke, trotzdem gefällt mir dieser Aussichtspunkt auf der ehemaligen Halde der Zeche Gneisenau sehr gut. Zum einen, weil man sie von einer überdimensionalen Schaukel aus genießen kann, zum anderen weil es ein Ausblick auf ein wichtiges Stück Dortmunder Geschichte ist. Die Zeche Gneisenau war nämlich mal eine der größten Zechen Europas.

Abstrakt

Abstrakte Meereskunst

Abstrakte Meereskunst

Einige können mit ihr nichts anfangen, da sie regelmäßig abhaut, ich aber liebe die Nordsee! Selbst, wenn sie mal wieder auf dem Rückzug ist, denn dann hinterlässt sie wunderbare Formen und Gebilde, die ich nur allzu gerne betrachte und fotografiere.

Blumen in Gummistiefeln

Was will der Autor uns damit sagen?

Auch abstrakt, aber eher von der Aussage her, ist dieses Fundstück von unserem Tagestrip nach Langeoog. Blumen in Gummistiefeln hat man ja schon oft gesehen, warum aber stehen sie im Halteverbot? Abstrakte Kunst oder so, die Message gibt mir jedenfalls immer noch Rätsel auf. Ideen? Anyone?

Landschaft

Szene aus der Tiefenbachklamm in Tirol

Szene aus der Tiefenbachklamm in Tirol

Die Natur kann herrliche Szenerien schaffen. Man nehme einen knorrigen, bemoosten Baum, einen rauschenden Fluss und partiellen Lichteinfall in die Klamm und – schwupps! – hat man eine abstrakte Landschaftszene in unterschiedlichsten Grüntönen. 

Rot

Nicole im Haus steht Kopf

Nicole steht Kopf… oder doch das Haus?

Ich mag das Foto von mir. Bin ich nicht sportlich? Mache ich nicht eine hervorragende Figur bei meinem Handstand? Ja, okay, vielleicht ist das Bild ja auch eine klitzekleine Mogelpackung. In dieser schwarz-weiß-rot-Fassung gefällt es mir jedenfalls noch mal so gut.

Tierisch

Schmetterling auf Lottas Wanderschuh

Stehen Schmetterlinge auf Schwitzefüße?

Beim Wandern in Österreich haben uns ständig Schmetterlinge verfolgt, ja sogar regelrecht gestalkt! Stehen die kleinen hübschen Flattermänner tatsächlich auf Schwitzefüße? Müssen sie ja selber wissen. Lotta war jedenfalls begeistert von unseren tierischen Begleitern.

Tierischer Badespaß

Tierischer Badespaß

Tierischen Badespaß hatten diese zwei süßen Papageien, die wir im Dschungelhaus in Tirol beobachtet haben.

Schönstes Foto

Abendliche Sonnenstrahlen auf das Inntal, Region Hall-Wattens

Abendliche Sonnenstrahlen auf das Inntal, Region Hall-Wattens

Mein Lieblingsfoto ist nach unserer herrlichen Wanderung auf dem Zirbenweg bei Innsbruck entstanden. Auf dem Weg ist Tal haben die Sonnenstrahlen ein herrliches Licht- und Schattenspiel erzeugt, das ich einfach fotografieren musste. Stativ und Filter hatte ich natürlich nicht dabei, für frei aus der Hüfte geschossen finde ich das Foto dafür sehr gut gelungen. Ein perfekter Abschluss für unseren schönsten Wandertag.

Mit diesen positiven 2018-Erinnerungen wünsche ich euch allen ein gesundes (so, so wichtig!) und zufriedenes Jahr 2019 mit vielen glücklichen Momenten, spannenden Erlebnissen, Gelegenheiten zum Ausspannen und ausreichend Zeit für Familie und Freunde. Ich hoffe, ihr kommt gut rüber!

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