Fotoparade

Fotoparade 2-2016: Meine fotografischen Höhepunkte

Ich scheine so ziemlich die einzige Bloggerin zu sein, die bisher noch nicht bei Michaels halbjährlicher Fotoparade auf „Erkunde die Welt“ teilnimmt. Geht nicht! Ich werde ab sofort aus meinem Versteck hinter dem Mond hervor kriechen und teilnehmen! Das ist dann wohl ein weiterer guter Vorsatz für 2017.

Das Timing könnte allerdings schlechter nicht sein, denn ausgerechnet im vergangenen halben Jahr ist meine Fotoausbeute schwerst überschaubar. Bei meinen Spaziergängen war ich mit Kinderwagen, übervoller Wickeltasche und Kleinkind an der Hand voll ausgelastet, da blieb einfach kein Platz für meine Kamera, geschweige denn Zeit, sie zum Einsatz zu bringen. Zu mehr als ein paar Handyschnappschüssen hat es nicht gereicht. Lediglich bei meiner einzigen kleinen Reise im letzten Halbjahr, die mich und die Mädels für eine Woche an die deutsche Nordseeküste geführt hat, kam meine Spiegelreflexkamera ein paar Male zum Einsatz.

Genug lamentiert! Ein paar Bilder habe ich trotzdem für würdig befunden, um bei der Fotoparade teilzunehmen. Die 6 Themen, die Michael ausgesucht hat, heißen „Tierisch“, „Berühmt“, „Gewachsen“, „Nachts“, „Gebäude“ und „Schönstes Foto“.

Tierisch

Gleich in der ersten Kategorie kommt ein Bild aus dem gerade erwähnten Nordsee-Urlaub ins Spiel. Ich habe ich es nämlich endlich geschafft, eine Möwe im Flug zu fotografieren – jippie! Die Anzahl der gescheiterten Versuche verschweige ich an dieser Stelle besser mal… Auf jeden Fall bin ich tierisch stolz auf mein Erfolgsfoto:

Möwe im Flug

Tierischer Fotoerfolg!
Exifs: 1/2000 Sek. f/6,3 200 mm ISO 250

Berühmt

Meine Heimatstadt Dortmund ist vielleicht nicht die Touri-Stadt schlechthin. Oder hat von euch schon mal jemand eine Städtereise nach Dortmund unternommen? Genügend interessante Fleckchen gibt es hier und in den Nachbarstädten auf jeden Fall. Zur Weihnachtszeit kommt immer ein Highlight dazu, das tatsächlich auch internationales Publikum anzieht: Der Dortmunder Weihnachtsbaum. Mit seinen 45 Metern Höhe auf einer Grundfläche von 400 Quadratmetern zählt er zu den größten der Welt. Er besteht aus 1.700 Rotfichten, die ganz speziell für ihn im benachbarten Sauerland gepflanzt werden. Der 40 Tonnen schwere Koloss wird von 48.000 Lichtern, Kugeln, Ornamenten und einem 4 Meter hohen und 200 Kilo schweren Engel auf der Spitze geziert. Bereits Mitte Oktober kündigt mir der Aufbau des Baums, der ganze vier Wochen in Anspruch nimmt, die bevorstehende Weihnachtszeit an. Am 21. November war es dann soweit: Die Beleuchtung wurde eingeschaltet und erstrahlte bis zum 30. Dezember den Dortmunder Hansaplatz.

Dortmunder Weihnachtsbaum

Dortmunder Weihnachtsbaum: Auch tagsüber macht er eine gute Figur

Gewachsen

Normalerweise fotografiere ich liebend gerne kleine Szenen in der Natur. Besonders Kontraste, zum Beispiel Natur versus Industrie, haben es mir angetan. Ein Löwenzahn, der sich seinen Weg inmitten unserer Kopfsteinpflasterstraße gesucht hat, die ersten Blüten im Frühling, ein herbstlich leuchtendes Blatt auf den Bahngleisen. Im letzten Halbjahr hat meine Sammlung leider kaum Zuwachs bekommen. Mit etwas Goodwill kann ich in der Kategorie „Gewachsen“ aber diesen Handyschnappschuss beisteuern:

Blätter in Eis gerahmt

Blätter in Eis gerahmt: Ein kleines Kunstwerk der Natur

Alles, was über das Jahr so im Westfalenpark gewachsen ist, hat der erste Frost des Winters wunderschön in einen Bilderrahmen aus Eis verpackt. Vergängliche Kunst der Natur, eingefroren für den Moment.

Nachts (bzw. abends)

Auch die Nachtfotografie finde ich spannend und toll. Gerne laufe ich mit meiner Kamera durch die Dunkelheit und fotografiere die angestrahlten Industrieanlagen auf Phoenix West oder der Zeche Zollern, architektonisch spannende Gebäude wie das Harenberg City Center oder Lichtspuren der Autos vorm erleuchteten Hafenamt.

Nachtfotografie in Dortmund

Nachtfotografie in Dortmund


Im letzten Halbjahr war ich auf keinem nächtlichen Fotostreifzug unterwegs, daher verlege ich die Kategorie „Nachts“ mal etwas vor auf ein kinderfreundliches „Abends“. Und dazu passt wiederum mein Bild vom Sonnenuntergang über der Nordsee, das ich während unseres Urlaubs in Norddeich aufgenommen habe.

Sonnenuntergang in Norddeich

Abendlicher Sonnenuntergang in Norddeich
Exifs: 1/640 Sek. f/6,3 18 mm ISO 320

Gebäude

Ich bin mit meinen Mädels Stammgast im Dortmunder Westfalenpark, dessen Wahrzeichen der knapp 210 Meter hohe Florian ist. Als der Fernsehturm im Jahr 1959 erbaut wurde, war er noch knapp 10 Meter höher (andere Antenne) und damit zu der Zeit – ich war selbst überrascht – das höchste Gebäude Deutschlands. Von oben hat man eine herrliche Aussicht auf Dortmund, den Blick sollte jeder Dortmund-Tourist unbedingt mitnehmen. Wenn wir im Park spazieren gehen, ist der Florian natürlich auch allgegenwärtig. Ich habe schon unzählige Fotos aus den unterschiedlichsten Winkeln und bei den verschiedensten Witterungen geschossen, und es wird einfach nicht langweilig. Hier einer meiner Handyschnappschüsse aus dem vergangenen Halbjahr.

Florianturm im Dortmunder Westfalenpark

Florian: Handyschnappschuss kurz vor Sonnenuntergang

Schönstes Foto

Der emotionalste Moment des vergangenen Halbjahres war ganz klar die Geburt unserer kleinen Leni. Eine besonders tolle Erinnerung an die ersten Wochen sind für mich Fotos von Babyhänden, allen voran solche, wo die kleine Babyhand den Finger von Mama oder Papa umfasst. Der rein logische Grund dafür ist, dass bei diesen Bildern die Größenverhältnisse so schön deutlich werden. Der emotionale Grund geht noch etwas tiefer: Diese Bilder symbolisieren, dass die große Hand die kleine Hand sicher durch die Reise des Lebens geleiten wird. Es ist allerdings nicht ganz so einfach, ein solches Foto zu schießen, wenn man gleichzeitig vor und hinter der Kamera steht. Nach einer akrobatischen Höchstleistung mit viel Babyflüsterei und wenig brauchbarem Tageslicht habe ich am Ende dieses Bild bekommen, was mein persönlich schönstes Foto aus 2016 ist.

Hände

Hier war Leni 4 Wochen alt.
Exifs: 1/80 Sek. f/3,5 35 mm ISO 1000

Lust mitzumachen?

Sollte tatsächlich noch jemand außer mir nicht an der Fotoparade teilnehmen, dann hat dieser Jemand noch bis zum 17. Januar Zeit dazu. Alle notwendigen Infos gibt es bei Michael im Blog. Ach ja, zu gewinnen gibt es übrigens auch etwas. Viel Spaß beim Fotos sichten und viel Erfolg bei der Fotoparade!

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