Jahresrückblick 2017

Mein 2017: Rückblick auf ein bewegtes (Reise-)Jahr

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende entgegen, höchste Zeit für einen kleinen Rückblick. Um das Jahr mit einem einzigen Wort zu beschreiben: 2017 war „bewegt“. In vielerlei Hinsicht.
Mit kleinen Kindern ist bereits der Alltag ein wahres Abenteuer. Es passiert täglich so viel Neues. Die Große haut Sprüche raus, die mich immer wieder schmunzeln lassen, und mit ihrer grenzenlosen Phantasie sorgt sie für einen erlebnisreichen Alltag. Und die Kleine wächst, wird immer mobiler und findet ihrerseits zahlreiche Möglichkeiten, mein Leben und unsere Wohnung auf den Kopf zu stellen. Neben all den kleinen, für mich persönlich aber großen Highlights, gibt es ein paar Meilensteine in 2017, auf die ich mit euch gemeinsam zurückblicken möchte.

Viel in Bewegung: Unsere Reisen 2017

Reisetechnisch war 2017 sehr ergiebig – Elternzeit sei Dank. Im März haben wir unsere erste Flugreise mit den Mädels gemeistert und zwei Wochen lang einen tollen Vorfrühling auf der Azoren-Insel São Miguel genossen. Ich liebe ja den März als Reisemonat. Flucht aus unserem Grau, entweder nach vorne in grüne Frühlingswelten oder alternativ einen Sprung zurück in den echten Winter, wie wir das in 2013 mit finnisch Lappland und 2014 mit den norwegischen Lofoten und Vesterålen gemacht haben. Die restlichen grauen Tage bis zum Frühlingserwachen in unseren Breitengraden sitzt man nach einem März-Urlaub locker auf einer Pobacke ab.

Impressionen von unserer 2-wöchigen Azoren-Reise

Impressionen von unserer 2-wöchigen Azoren-Reise

Bei uns hat das dieses Jahr auch deshalb so gut geklappt, weil wir Ende Mai schon wieder zu unserer zweimonatigen Elternzeit-Tour durch Frankreich und die Schweiz aufgebrochen sind. Alpen, Lavendel, Mittelmeer und viele, viele Schluchten – die grandiosen Landschaften unserer beiden Nachbarländer hauen mich immer wieder neu aus den Socken. Trotz Temperaturen von meist über 35 Grad verlief unsere zweimonatige Reise nicht durchweg sonnig. Mit zwei kleinen Kindern zu reisen bringt Höhen und Tiefen mit sich, bei denen wir einige Nerven gelassen haben. Sehr überraschend, also absolut positiv überraschend war für mich, dass wir viele landschaftliche Highlights erwandern konnten. Beide Mädels haben das Wandern geliebt. Die Große ist gerne und viel selber gelaufen, und die Kleine hat es genossen, durch die Gegend getragen zu werden. Perfekt für wanderbegeisterte Mamis.

Alpen, Provence, Mittelmeer

Alpen, Provence, Mittelmeer: Frankreich hat so viele herrliche Facetten zu bieten.

Im zweiten Halbjahr 2017 ist reisetechnisch nicht mehr so viel gelaufen, anscheinend haben wir unser Pulver bereits im ersten Halbjahr verschossen. Geplant waren zwar noch einige verlängerte Wochenenden, aber uns kamen der Alltag, das Wetter und viel zu viele Krankheitswellen dazwischen. Immerhin einen Kurztrip haben wir unternommen. Ende November bin ich alleine mit den Mädels per Zug nach Berlin gereist, wo wir Freunde besucht und den Papa abgeholt haben. Der Bericht steht noch aus, aber soviel vorab: Es war ein abenteuerliches Experiment. Ganz alleine ohne Familie war ich übrigens auch noch unterwegs. Anfang September hat mich eine Bloggerfahrt nach Detmold geführt, wo ich das Freilichtmuseum besucht habe, im Hermannsdenkmal geklettert und auf dem E1 zu den Externsteinen gewandert bin. Ein tolles Wochenende mit einer phantastischen Gruppe.

Unterwegs in Deutschland: Berlin und Detmold.

Unterwegs in Deutschland: Berlin und Detmold.

Eher wenig Bewegung: Flaute im Blog

Trotz der vielen Reisewochen mit unzähligen mitgebrachten Fotos und Geschichten ist bislang leider recht wenig im Blog gelandet. Asche auf mein Haupt. Dabei hatte ich mir eigentlich viel freie Zeit dafür eingeräumt. Die Mädels sind im August in die Kita gekommen, und ich musste erst Ende Oktober wieder arbeiten. Ich hatte große Pläne für die Wochen nach der Kita-Eingewöhnung: Mit Freundinnen frühstücken gehen, mal wieder ein gutes Buch lesen, ein ausgedehnter Einkaufsbummel, um mir endlich eine ordentliche Post-Schwangerschafts-Garderobe zuzulegen, Fotobücher von meinen Töchtern zusammen schustern und natürlich reichlich Blogartikel schreiben. Geschafft habe ich so gut wie nichts, denn entweder war mindestens ein Kind krank und damit zu Hause, oder ich selbst habe flach gelegen. Der einzig sichtbare Erfolg aus diesen Wochen sind ein paar Frustkilos, von daher ist es immerhin ganz gut, dass die Shopping-Tour ausgefallen ist.

Neues Hobby mit handfestem Output

Etwas produktiv war ich im letzten Halbjahr doch. Zum Jahresbeginn bin ich auf die Do-it-yourself-Welle aufgesprungen und habe mit dem Nähen begonnen. Wer mir auf Instagram folgt, hat das schon mitbekommen. Mit Omas alter Nähmaschine und ansonsten null Ahnung von der Materie habe ich Schlüpfhosen für meine Töchter genäht. Danach Shirts, Mützen, Schals, Kapuzenpullis, Kleider und Knistertücher. Nähen ist mittlerweile zu meinem persönlichen Yoga geworden. Nach einem stressigen und lauten Tag fehlt mir abends meist die Konzentration und Muße, um einen Blogartikel zu verfassen. Handarbeiten klappen aber auch, wenn sich mein Hirn im Leerlauf befindet. Oder dann erst Recht? Das absolut Tolle am Nähen ist, dass es mich entspannt, und ganz nebenbei macht es mich mega stolz, wenn ich etwas Chices für meine Mädels gezaubert habe. Japp, Nähen macht glücklich.

Meine Näherfolge

Für eine Nähanfängerin nicht schlecht, oder? Ich bin jedenfalls stolz.

Wünsche und Vorsätze für das nächste Jahr

Zu aller Erst wünsche ich mir, dass wir alle Vier weniger krank sind in 2018. Gesundheit ist nun mal das A und O, die Grundlage für einen angenehmen Alltag, für schöne Unternehmungen und für tolle Reisen. Konkrete Reisepläne haben wir noch überhaupt gar nicht. Kita, Wiedereinstieg in den Job, die ständigen Krankheiten, das alles hat mich voll und ganz eingenommen. Zudem haben die Eindrücke unserer Azoren- und Elternzeit-Reise lange vorgehalten. So langsam keimt aber neue Reiselust in mir auf. Ich möchte furchtbar gerne wieder wandern und bin optimistisch, dass ich Lotta mit der Aussicht auf Berge, Gondeln und Wandertouren flott begeistern kann. Wann, wie lange und wohin genau es gehen wird, wird sich zeigen. Mit dem Camper sind wir ja glücklicher Weise flexibel. Eine Flugreise zu koordinieren ist mir ohnehin zu lästig und aufwendig, außerdem zu teuer für uns Vier. Unsere zwei Wochen Azoren haben in etwa das Gleiche gekostet wie unsere zweimonatige Elternzeitreise im Camper.
Da sich unsere Reisezeiten ab jetzt auf unseren Jahresurlaub beschränken, möchte ich zwischendurch mehr in heimatlichen Gefilden unternehmen. Um den guten Vorsatz zu untermauern, habe ich meinem Mann zu Weihnachten die RuhrtopCard geschenkt. Ich liebäugle außerdem mit dem Landvergnüngen, einer Vignette, mit der wir bei angeschlossenen ländlichen Betrieben eine Nacht mit unserem Camper stehen können. Hat da jemand Erfahrung mit? Ist das praktikabel mit Kindern? Vor allem, wenn man einen Camper ohne WC hat?
Meine sonstigen Vorsätze für 2018:

  • Eine Kurzreise in den Schnee. Ich möchte vorsichtig antesten, ob meine beiden Frierpinne wintertauglich sind. Mir schwebt eine Ferienwohnung im nah gelegenen Sauerland, im Harz oder in der Eifel vor, irgendwo dort, wo es auch Kunstschnee gibt, wenn Frau Holle nicht mitspielt.
  • Ein paar Tage ganz ohne Familie. Vielleicht zum Hüttenwandern in den Alpen? Oder es ergibt sich wieder eine spannende Bloggerreise.
  • Unbedingt endlich mal wieder ein Kurzurlaub über den Jahreswechsel. Silvester zu Hause, gerade mit kleinen Kids und entsprechend ohne Party, ist totlangweilig.
  • Nicht nur für die Kids, sondern auch mal etwas für mich selbst nähen.
  • Und dann noch das „Übliche“: Häufiger Freunde treffen, 5 Kilo abnehmen, gelassener werden, den 26-Stunden-Tag (er-)finden, mehr (= überhaupt) Sport machen, häufiger bloggen, mehr schlafen (das schließt sich gegenseitig schon wieder aus…), weniger gute Vorsätze treffen.

In diesem Sinne: Ich wünsche euch allen einen guten Start ins neue Jahr! Ich wünsche euch Motivation, Zufriedenheit, das nötige Quäntchen Glück, tolle Erfahrungen, spannende Unternehmungen und Reisen, nette Menschen und Begegnungen, innere Ausgeglichenheit und den Blick für das Wesentliche. Lasst es euch gut gehen!

Wie war euer Jahr? Erzählt mir von eurem 2017, verratet mir eure Wünsche und Vorsätze für 2018 oder verlinkt eure Jahresrückblicke in den Kommentaren.

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