Lux im Polar Park

Polar Park: Die Tiere des hohen Nordens hautnah

Jeg elsker Norge! Ich bin immer wieder begeistert von den beeindruckenden, teils rauen Landschaften Norwegens samt ihrer reichhaltigen Flora und Fauna. Letztere zeigt sich dem gemeinen Touristen nicht immer so bereitwillig, wie der Touri es gerne hätte. Wir hatten im Dovrefjell mal das Glück, Moschusochsen in freier Wildbahn zu erleben, und bei unserer Wanderung durch Jotunheimen sind wir mehrfach Rentieren begegnet. Luchse, Polarfüchse, Wölfe oder gar Bären trifft man aber natürlich nicht so ohne Weiteres. Wer diese und andere nordische und arktische Tiere gerne mal in ihrer (annähernd) natürlichen Umgebung und aus der Nähe erleben möchte, sollte den Polar Park in Bardu besuchen.

Anfahrt von Tromsø oder Narvik

Winterlandschaft in Troms

Autofahrt durch die Winterlandschaft der Region Troms

Wir haben auf dem Weg von Tromsø zu den Lofoten und Vesterålen einen Zwischenstopp im Polar Park eingelegt. Die Fahrtzeit von Tromsø aus beträgt etwa 2,5 Stunden (von Narvik aus nur gut eine Stunde), mit Fotostopps haben wir ungefähr 3,5 Stunden benötigt. Die sollte man aber unbedingt einplanen, denn unterwegs bieten sich wunderbare Aussichten auf die verschneite Winterlandschaft. Da auf den Inseln durch den Golfstrom ein milderes und wärmeres Klima herrscht, kamen wir auch nur auf dem Festland in den Genuss von (mal mehr, mal weniger viel) Schnee und bizarren Eisskulpturen.

Fluss Salangselva ist teilweise gefroren

Der Fluss Salangselva, der sich zeitweise die E6 entlang schlängelt, ist teilweise gefroren.

Polar Park: Der nördlichste Tierpark der Welt

Da wir morgens etwas zu ausgiebig gefrühstückt hatten, blieb uns nur gut eine Stunde für den Besuch des Polar Parks, bevor dieser schloss. Zu kurz, viiiiel zu kurz! Bewaffnet mit einem Übersichtsplan machten wir uns auf den Rundweg durch den Tierpark, der sich harmonisch in die umgebende Winterlandschaft schmiegt.

Hirsch im Polar Park

Hirsch im nordischen Winterwald (Polar Park)

Die großen Freigehege bieten den Tieren viel Bewegungsfreiraum – und den Touristen die Herausforderung, die Tiere in der Natur zu suchen. Die Hirsche und Elche waren leicht zu finden: Sie streiften gemütlich durch ihre Gehege und gaben schöne Fotomotive ab. Der Luchs machte es uns schon ein wenig schwerer, da er sich fast lautlos durch den Schnee bewegte. Ganz gemein waren die Polarfüchse: Such mal ein weißes Tier auf einem weißen Untergrund. Wir fanden sie trotzdem. Im Gegensatz zum Bär, denn der hielt schließlich Winterschlaf. Spielverderber. Die Wölfe hatten sich recht weit nach hinten zurückgezogen, wo sie satt und zufrieden im Schnee chillten. Warum auch nicht. Immer noch besser als die Vielfraße, die uns aus großer Distanz gerade mal ihren Allerwertesten entgegen streckten.

Ich hatte großen Spaß, die Tiere zu suchen, zu beobachten und zu fotografieren, schade nur, dass wir das alles im Hetzmodus tun mussten. Mindestens zwei Stunden Zeit sollte man für den Polar Park schon im Gepäck haben. Nächstes Mal! Dann vielleicht im Sommer.

Besondere Erlebnisse im Polar Park

Beim nächsten Besuch möchte ich gerne noch näher an die Tiere heran. Der Polar Park bietet Raubtierfütterungen, Foto-Guidings sowie Führungen in das Fuchs- oder Wolf-Gehege an. Von Angesicht zu Angesicht mit diesen wunderschönen Tieren, das ist sicherlich ein einmaliges Erlebnis!

Takk for oss!
Herzlichen Dank an den Polar Park für den vergünstigten Eintritt!

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