Nordlichter über Svolvær, Lofoten

Nordnorwegen: Nordlicht, Berge, Meer und mehr

Jan will Nordlichter, ich will Berge – welches Reiseziel wäre da besser geeignet als die Lofoten und Vesterålen? Die beiden norwegischen Inselgruppen liegen zwischen 100 und 300 km nördlich des Polarkreises. Erstere werden als im Meer versunkene Alpen beschrieben, deren Gipfel teils bis zu 1.200 m aus dem Meer empor ragen. Und wie der Zufall es so will, kreuzt das Aurora-Oval die Inseln. Perfekt!

© Titelfoto „Nordlichter über Svolvær, Lofoten, Nordnorwegen“
mit freundlicher Genehmigung von Stockshots und Visitnorway.com

Reiseroute & Programm

Am 27. Februar fliegen wir von Düsseldorf nach Tromsø, dem „Tor zur Arktis“. Von dort aus brechen wir mit dem Mietwagen zu den Vesterålen auf. Wir bleiben zwei Tage im Huset på yttersiden in Ringstad, wo wir einige Ausflüge wie z.B. eine Seeadlersafari unternehmen wollen. Weiter geht es nach Melbu auf der kleinen Insel Hadseløya, von wo aus wir mit der Fähre zur östlichsten Lofoten-Insel Austvågøya übersetzen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Svolvær, dem Hauptort der Lofoten, hangeln wir uns etappenweise über die Inseln Vestvågøy, Gimsøy, Flakstadøy bis hinunter zu dem 100-Seelen-Städtchen Å ganz am Ende von Moskenesøy. Unser Programm wird dabei aus einer bunten Mischung verschiedenster Aktivitäten bestehen: Nordlichtjagd, (Schneeschuh-)Wanderungen, Besuch von Museen und Ausstellungen, Landschaft gucken und bestaunen, fotografieren und alles, was sich uns sonst noch anbietet. Von Stamsund aus fahren wir mit dem Postschiff der Hurtigruten zurück nach Tromsø, wo wir noch einen Tag Zeit zum Erkunden der Stadt haben, bevor wir am 10. März zurück nach Deutschland fliegen.

Wer hat noch gute Tipps für uns?

Liebe Lofoten- und Vesterålen-Kenner, her mit eurem Insider-Wissen!
Welche Aussichtspunkte, Museen, Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten etc. sind eurer Meinung nach ein MUSS? Wo lohnt es sich, einen Zwischenhalt einzulegen oder einen kleinen Schlenker zu fahren? Postet eure Tipps als Kommentar zu diesem Beitrag, wir freuen uns auf eure Anregungen!

Winterliche Lofoten, © CH - Visitnorway.com

Winterliche Lofoten: Blick vom weißen Sandstrand auf die verschneiten Berge.
© CH – Visitnorway.com

Anreise nach Nordnorwegen

Wenn man den Lofoten und Vesterålen einen Besuch abstatten möchte, gibt es diverse Anflugstationen: Die Städte Tromsø und Bodø auf dem norwegischen Festland, den Inselflughafen Harstad/Narvik Evenes, oder man steuert das schwedische Kiruna an. Letzteres hat den Vorteil, dass Mietwagen in Schweden preisgünstiger sind (wobei man die Zusatzkosten für die Grenzüberschreitung im Auge behalten muss).
Unsere Entscheidung fiel auf Tromsø als Start- und Zielpunkt unserer Rundreise. Die größte Stadt Nordnorwegens lag sowohl im Kostenvergleich als auch im Hinblick auf die Flugdauer ab Düsseldorf vorne. Hinzu sind wir keine 4 Stunden unterwegs (über Oslo), der Rückweg dauert 5,5 Stunden (über Oslo und Kopenhagen). Kurs: 335,- € pro Person. Natürlich gab es ein paar preisgünstigere Alternativen, allerdings mit einer Flugdauer von 7, 10 oder 13 Stunden – nein, danke!
Bei der Flugbuchung hat sich mir einmal mehr die Seite flug.de empfohlen. Ich finde die Seite übersichtlich, sie bietet vielfältige Suchoptionen (u.a. Gabelflüge, die brauchten wir für unsere Ecuador-Reise), und der Service stimmt auch. Bloß nicht verwechseln mit fluege.de, einer der nervigsten Buchungsseiten schlechthin! Ich hasse es, wenn mir eine Webseite mit Chaostheorien und Horrorszenarien Zusatzleistungen aufschwatzen will.

Freche Warnungen bei der Buchung auf fluege.de

Wegen solcher frechen „Warnungen“ buche ich aus Prinzip nicht bei fluege.de!
P.S.: Wir besitzen eines Jahresreiserücktrittsversicherung und sind bestens versorgt.

Flexibel unterwegs mit dem Mietwagen

Bei der Mietwagen-Suche bin ich zwischenzeitlich verzweifelt. Die Preise für einen Kleinwagen variieren zwischen 400 und knapp 1.000 €, und ebenso breit ist die Spanne bei den eingeschlossenen Leistungen wie unbegrenzte Freikilometer und Vollkasko- sowie Zusatzversicherungen. Ein Vergleich der Angebote ist unheimlich anstrengend. Die Erlösung brachte mir das Vergleichsportal Check24, wo die Inklusivleistungen deutlich kenntlich gemacht und gut vergleichbar sind. Wir haben dort einen Kleinwagen inklusive unbegrenzter Freikilometer, Zusatzfahrer und Vollkasko-Versicherung mit Erstattung der Selbstbeteiligung gemietet. Preis für 10 Tage: 520 €.

Hurtigruten: Die schönste Seereise der Welt

Hurtigruten-Schiff in Bodø, Nordnorwegen

Hurtigruten-Schiff in Bodø, Nordnorwegen.
© Andrea Giubelli – Visitnorway.com

Für den Rückweg nach Tromsø nehmen wir (samt Auto) ein Postschiff der Hurtigruten. Los geht`s um 19.30 Uhr ab Stamsund. Mit an Board: Die Hoffnung, von See aus Nordlichter über den Inseln beobachten und fotografieren zu können. Am nächsten Vormittag wünschen wir uns noch auf ein paar spektakuläre Aussichten bei Tageslicht auf die Küste Nordnorwegens, bevor wir um 14.30 Uhr in Tromsø einlaufen.
Kosten für die Zweierkabine mit Frühstück und Automitnahme: 310 €.

Neben dem Sightseeing-Aspekt sprechen auch pragmatische Gründe für die Rückreise per Schiff. Die Autofahrt von den Lofoten bis nach Tromsø würde etwa 7,5 Stunden dauern, Schlechtwetter noch nicht eingerechnet. Für die Strecke müsste man Benzinkosten in Höhe von knapp 100 € veranschlagen und eine Übernachtung für ebenfalls ca. 100 € einplanen. Die Differenz von 110 € investiere ich sehr gerne in eine entspannte Rückreise und Bootstour (Möchte man separat eine Fjordrundfahrt machen, kostet diese, je nach Art und Dauer, auch zwischen 60 und 130 € pro Person!).

Übernachten in Nordnorwegen

Die Unterkünfte habe ich allesamt vorab gebucht. Natürlich schränke ich uns dadurch etwas in unserer Flexibilität ein, aber die Vorteile haben an dieser Stelle überwogen. Zum einen wollte ich uns die abendliche Sucherei ersparen, zum anderen ist Norwegen für den deutschen Geldbeutel nun mal ein recht teures Reiseland, so dass die Vorabbuchung der Kostenkontrolle dient.
Ich habe uns ganz verschiedene Unterkünfte ausgesucht: Von kleinen Hotels, Hostels und einem Cottage mit Kamin über ein gemütliches, privates B&B bis hin zu den typischen Rorbuer ist alles dabei. Als Rorbuer werden die roten Holzhäuschen bezeichnet, die man immer auf Fotos von den Lofoten sieht. Früher wurden sie saisonal von den Fischern bewohnt, in den 60er Jahren wurden viele der Holzhütten zu rustikalen Touristenunterkünften umgebaut. Die Kosten pro Übernachtung betragen im Schnitt 100 € (je nach Standard zwischen 75 € und 145 €).

Rorbuer: Fischerhütten auf den Lofoten

Rorbuer: Fischerhütten auf den Lofoten
© Andrea Giubelli – Visitnorway.com

Mein neues Spielzeug: Nikon D-7000

Es wurde Zeit, dass ich den Sprung von der Systemkamera zur Spiegelreflexkamera wage. Ich habe mir also kurzerhand eine Nikon D-7000 mit einem Reiseobjektiv sowie einem lichtstarken Weitwinkelobjektiv für die Nacht- und Nordlichtfotografie zugelegt. Natürlich wäre es cleverer gewesen, mir das etwas früher zu überlegen, damit ich noch Zeit zum Ausprobieren und bestenfalls auch für einen Fotoworkshop zur Nachtfotografie gehabt hätte. Aber hätte, hätte, Fahrradkette… Neben der Kamera packe ich also noch die Anleitung zur Kamera, ein Fachbuch zur Fotografie und das Nordlichttutorial der Familie Reichert ein. Ich hoffe, dass ich schnell lerne und etwas Anfängerglück habe.

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