Liebster Award - Teil 4

Liebster Award: Ein letztes Mal 11 Infos über mich

Bereits mehrere Male wurde ich für den „Liebster Award“ nominiert – daaanke! Nach drei aktiven Teilnahmen (sowie ein paar zeitbedingten Absagen, sorry!) wollte ich eigentlich kein viertes Mal mehr mitmachen. Wenn aber jemand so lieb anfragt wie Caro von EmiliaMobil, dann kann ich schlecht nein sagen. Mit Caro habe ich Einiges gemeinsam: Sie und ihr Mann Sven haben zur gleichen Zeit wie wir eine zweimonatige Elternzeit-Tour unternommen, teilweise waren wir sogar auf der gleichen Route unterwegs. Schaut mal auf ihrem Blog vorbei!

Hier nun meine Antworten auf Caros 11 Fragen:

1. Wie ist der Titel für deinen Blog entstanden?

Ich habe nach einem Titel gesucht, der meine Reisementalität wiedergibt. Im Gegensatz zu den ganzen viel- oder gar weltreisenden Bloggern bin ich eine ganz normale Arbeitnehmerin, die gerne mal ihren Alltag hinter sich lässt, um in fremde Länder, Kulturen und Landschaften einzutauchen. Einige Begriffe, die mir hierzu eingefallen sind, waren natürlich schon vergeben, die „Ausreißerin“ war noch frei. Und nach 2,5 Blog-Jahren bin ich immer noch seeeehr zufrieden mit der Namenswahl.

2. Wohin ging deine erste Reise?

Mh, welche erste Reise ist gemeint? Laut Familienfotoalbum ging die erste Reise meines Lebens als Einjährige an die Ostsee. Meine erste Reise ohne Eltern war eine Ferienfreizeit vom Sportverein, die mich als 10-Jährige in die Nähe von Frankfurt führte (inklusive Flughafenbesichtigung – cool!). Meine erste selbst gebuchte Reise ohne Eltern brachte mich ganz clichémäßig als 18-Jährige in den spanischen Partyort Lloret de Mar. Und zu guter Letzt gibt es noch mein Debüt bei den Individualreisen: Mit 20 Jahren startete ich meinen ersten kleinen Roadtrip entlang der Südküste Englands. Einen Allerletzten habe ich noch: Meine erste Trekkingtour unternahm ich als 31-Jährige, und zwar lief ich den Laugarvegur in Island.

Laugarvegur in Island

Laugarvegur in Island: Mein erstes Mehrtagstrekking – ein einschneidendes Erlebnis!

3. Welche Reise hat dein Leben bisher am meisten geprägt?

Schwierig. So gut wie jede Reise prägt mich in einer bestimmten Form. Viele Dinge, die ich auf Reisen erlebe oder lerne, nehme ich anschließend mit in den Alltag. Die ein oder andere Hürde auf Trekkingtouren (z.B. geschlossene Hütten, unpassierbare Wegstellen…) hat mich gelehrt, dass ich immer irgendwie in der Lage bin, schwierige Situationen zu meistern. Ganz getreu der norwegischen Einstellung

Det ordner seg./Det regler seg. (dt. „Das wird schon.“)

4. Detaillierte Vorbereitung oder Mal-Sehen-was-kommt-Mentalität? Wie detailliert planst du deine Reisen?

In der Hinsicht habe ich eine 180°-Wendung hinter mir. Während ich zu Beginn noch jede Reise minutiös geplant habe (es könnte ja wer-weiß-was passieren), sind wir nun meist recht spontan unterwegs. Reiseführer ab ins Gepäck, Empfehlungen von Bloggern und Lesern einholen, ein paar Orte und Sehenswürdigkeiten googeln, und dann gehts auch schon los. Funktioniert super!

5. Worin unterscheidet sich (bei dir persönlich) eine Reise mit Kind von einer Reise als Paar?

Paarreisen und Familienreisen sind für mich zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe. Als Paar steht für mich das Erleben im Vordergrund. Zu zweit sind wir sehr aktiv unterwegs gewesen: Wandern in Norwegen, Rafting in den Pyrenäen, Dschungelabenteuer in Ecuador, Huskytour in finnisch Lappland, Nordlichtjagd in Nordnorwegen… Mit Baby bzw. Kleinkind sind all diese Aktivitäten nicht mehr möglich, aber genau deswegen haben wir möglichst viele solcher Aktivreisen vor der Familienplanung unternommen.
Als Familie ist die gemeinsame Zeit abseits des Alltags das Herrliche am Reisen. Mit einer agilen Anderthalbjährigen im Gepäck sind wir viel langsamer unterwegs, legen mehr Pausen ein und verwenden viel Zeit für vermeintlich triviale Dinge wie Hummeln beobachten, Muscheln und Steine sammeln oder Sandburgen bauen. Ich liebe es, zu beobachten, wie Lotta diese kleinen, aber für sie neuen und fremden Welten mit leuchtenden Augen entdeckt.

Dänische Nordseeküste

Meer, Wellen, Strand – ein echtes Erlebnis für Lotta!


Genau genommen spielt also das Erleben auch bei Familienreisen eine große Rolle, nur sind die Erlebnisse eben ganz andere. Und ich gehe mal stark davon aus, dass sich die Definitionen von Paar-Erlebnis und Familien-Erlebnis einander annähern, je älter die Kinder werden.

6. Welches Vorurteil über uns Deutsche amüsiert dich am meisten?

Eigentlich weiß ich gar nicht so recht, welche Vorurteile über uns Deutsche grassieren. Ebenso wenig habe ich bei meinen Reisen die gängigen Vorurteile über das jeweilige Zielland auf dem Schirm. Vorbildlich, könnte man meinen, doch ehrlich gesagt hat das nichts mit bewusster Weltoffenheit oder Toleranz zu tun, sondern eher mit meiner (in dem Fall positiven) Naivität.
Eine amüsante Geschichte fällt mir aber ein. Ich war etwa 11 oder 12, als mich eine spanische Freundin fragte, ob wir Deutschen wirklich im Winter auf Skiern zum Einkaufen führen. Sie hatte das wohl in einem Film gesehen. Noch heute muss ich oft an diese Frage denken und kichere innerlich, besonders wenn ich bei uns im Ruhrpott-Winter durch den braunen Schneematsch stapfe.

7. Gibt es etwas, was dich auf Reisen regelmäßig „auf die Palme“ bringt?

Dieses „Etwas“ ist auf Reisen das Gleiche wie im Alltag: Mein Mann 😉

8. Welche Unterkunft bevorzugst du auf Reisen und warum?

„Die Eine“ gibt es für mich nicht. Unseren Camper liebe ich eher nicht für seine großartige Bequemlichkeit, aber dafür umso mehr für die Flexibilität, die er uns auf Reisen bietet. Gerade jetzt mit Kind unschlagbar! Bei unseren Reisen als Paar habe ich B&Bs unheimlich gemocht. B&Bs haben Charme, Charakter, sind gemütlich, familiär und individuell. Für unsere jährlichen Silvester-Urlaube kommt nichts anderes als eine gemütliche Ferienwohnung in Frage, nach Möglichkeit immer mit Kamin für kuschelige Abende.

9. Was möchtest du gerne einmal lernen?

Da gibt es Vieles. Ich liebe Sprachen und möchte gerne noch einige lernen, z.B. norwegisch (mehr als meine mageren Grundkenntnisse), niederländisch (gefühlt kann schließlich jeder Holländer deutsch sprechen), und auch mein Spanisch und Französisch könnten eine Auffrischung vertragen. Und dann möchte ich ganz unbedingt lernen, bessere Fotos zu machen. Am liebsten möchte ich dazu praktische Workshops an schönen Orten auf der Welt belegen.

10. Gibt es einen Ort, den du immer wieder bereist, und falls ja, warum kehrst du immer wieder dorthin zurück?

Beim Reisen geht es mir darum, Neues zu entdecken, daher reise ich nur selten häufiger an ein und denselben Ort. Eine Stadt, die ich aber immer wieder gerne besuche, ist Barcelona. Ich liebe die katalanische Metropole und kenne sie nach zig Besuchen mittlerweile wie meine Westentasche. Dazu kommt, dass ich dort einige Freunde habe, die ich aus meinen damaligen Familienurlauben an der Costa Brava kenne.

Freunde treffen in Barcelona, mittlerweile mit unseren Kindern.

„The next generation“: Freunde treffen in Barcelona, mittlerweile mit unseren Kindern.

11. Was willst du 2016 unbedingt noch machen?

Mein größter Wunsch für dieses Jahr liegt klar auf der Hand: Ich möchte Lottas Schwester gesund zur Welt bringen. Der Countdown läuft 😍
Und sobald wir vier uns in der neuen Familienkonstellation akklimatisiert haben, wäre es sehr schön, wenn wir an einem schönen Herbstwochenende gemeinsam ans Meer fahren können. Lotta hat das Meer in Dänemark geliebt, und ich möchte sie zu gerne dieses Jahr nochmals am Strand herumtoben sehen. Zumal sie ja durch ihre Schwester erst mal etwas zurückstecken muss.

And the next Award goes to…

Eigentlich soll ich den Liebster Award jetzt mit 11 neuen Fragen an 11 andere Blogger weiterreichen. Eigentlich. Als mehrfache Wiederholungstäterin nehme ich mir nun die Freiheit heraus, die Regeln zu ändern. Wer Lust hat, greift sich bitte diesen Award und beantwortet auf seinem Blog die gleichen 11 Fragen, die Caro mir gestellt hat. Bitte dabei auf diesen meinen Artikel verlinken, und ich werde natürlich eure Berichte hier einbinden, wenn ihr mir den Link zusendet. Deal?

Danke nochmals an Caro für die Nominierung! Und ich hoffe auf die Motivation des ein oder anderen (Neu-)Bloggers, sich und seinen Blog mit diesen 11 Fragen ein wenig vorzustellen. Ran an die Tasten!

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