Wandern

Madeira: Winterflucht auf die Frühlingsinsel

Das ist mir noch nie passiert: Das Jahr ist fast zu Ende und ich habe noch Urlaubstage übrig. Das geht ja mal gar nicht! Da Jan und die meisten meiner Freunde ihre Urlaubstage schon voll ausgeschöpft haben, bleibt mir nichts anderes übrig, als alleine zu verreisen. Das Ziel steht schnell fest. Ich möchte gerne wandern gehen, und das bitte bei angenehmem Wetter. Spontan fallen mir La Gomera und Madeira als mögliche Urlaubsziele ein. Da ich als Alleinreisende Einzelzimmerzuschlag zahle, drängt sich Madeira als kostengünstigere der beiden Inseln auf.

Kurzportrait Madeira

Madeira liegt im Atlantischen Ozean, gute 900 km südwestlich vom Mutterland Portugal. Die 800 km² kleine Vulkaninsel besitzt Mittel- bis Hochgebirgscharakter, höchster Gipfel ist mit 1.862 m der Pico Ruivo. Strände gibt es auf Madeira kaum, dafür ragen imposante Steilküsten aus dem Meer auf. Besondere Highlights der Insel sind die unzähligen Levadas, schmale Bewässerungskanäle, die das Wasser aus den feuchten Höhenlagen hinunter auf die Felder führen, die großen Lorbeerwälder (das portugiesische Wort madeira heißt auch Holz!) und die zerklüfteten Felsformationen des Lavagesteins im Hochgebirge. Das als Insel des ewigen Frühlings bekannte Madeira weist ganzjährig ein mildes Klima auf. Anfang Dezember kann ich noch mit Tagestemperaturen von knapp 20 Grad rechnen, in den höheren Lagen können die Temperaturen aber auch um den Gefrierpunkt liegen.

Reiseplanung

Meine beiden üblichen Gruppenreisen-Anbieter Saga und Wave haben bereits auf Winter umgeschaltet, von daher musste ich das Google-Orakel zu Hilfe nehmen, um alternative Anbieter ausfindig zu machen. Bedingt erfolgreich. Die Reisen, die ich gefunden habe, waren entweder auf ein betagteres Publikum zugeschnitten (Marke „Butterfahrt“) oder schlichtweg viel zu teuer. Spaßeshalber gucke ich zum Vergleich bei Expedia, was mich eine Woche Madeira im 3*-Hotel mit Halbpension sowie Flug und Transfer kostet. Tataaa! Die Pauschalreise kostet nicht mal die Hälfte. Gekauft! Da ich keine Lust habe, die ganze Woche komplett allein zu verbringen, verschaffe ich mir noch flott einen Überblick über geführte Tageswanderungen. Ich finde auf Anhieb einige Anbieter, deren Touren sich in einem preislichen Rahmen von 30 – 50 Euro pro Tag bewegen, inklusive Transfer. Das ist fair. Bei fünf Wanderungen liege ich mit meinem Gesamtpreis dann immer noch locker 300 – 500 Euro unter den Preisen der angebotenen Gruppenreisen.

Ich bin stolz auf mich und buche mir ein Zimmer im Hotel Galomar in Caniço. Als nächstes werde ich die Anbieter der Tageswanderungen anschreiben und hoffe, dass ich ein abwechslungsreiches Wanderprogramm auf die Beine gestellt bekomme. Am 04. Dezember geht`s los – die Vorfreude steigt!

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