Nicole am Äquator in Ecuador

Die Mitte der Welt: Ecuador.

Mein Traumreiseziel Nummer 1 war und ist Südamerika: Argentinien, Chile, Peru, Bolivien, Ecuador – eigentlich alles außer Brasilien, aus dem einfachen Grund, weil ich spanisch, aber nicht portugiesisch spreche. Am liebsten wäre ich für mindestens drei Monate Richtung Südamerika aufgebrochen und quer durch die Länder getingelt. Wir hatten jedoch nur fünf Wochen Urlaub. Oder immerhin, denn auch wenn die Gesetzeslage es erlaubt, seinen Jahresurlaub auf Wunsch am Stück zu nehmen, mangelt es leider häufig an der Bereitschaft der Arbeitgeber, mehr als zwei oder drei Wochen Urlaub zu genehmigen. Unsere Chefs brachen beim Anblick unserer Urlaubsanträge zwar auch nicht gerade in Jubelgeschrei aus, setzen aber immerhin am Ende ihren Wilhelm darunter. Das war geschafft.

Reiseland: Die Qual der Wahl

Wir wollten die Weihnachtsfeiertage noch zu Hause verbringen und direkt im Anschluss los fliegen, so dass uns vier Wochen Nettozeit vor Ort blieben. In dieser Zeit wollten wir möglichst viele Facetten des südamerikanischen Kontinents erleben, ohne dabei aber permanent im Bus oder Flugzeug zu sitzen. Argentinien mit seinen 3.700 km Nord-Süd-Ausdehnung war damit aus dem Rennen. Stattdessen sprang mir Ecuador ins Auge, über das Alexander Humboldt sagte:

Die einzige Konstante Ecuadors ist seine Vielfalt.

Das im Nordwesten von Südamerika gelegene Ecuador ist der kleinste aller Andenstaaten, aber geographisch, topographisch, klimatisch und ethnisch eines der vielfältigsten Länder der Erde. Das klang doch perfekt!

Ecuadors Regionen

Nachdem das Reiseland feststand, musste ich erst mal meine Hausaufgaben machen. Ich kaufte mir den „Ecuador mit Galápagosinseln“-Reiseführer von Lonely Planet und las. Ecuador besitzt im Wesentlichen drei geographische Regionen:

  • Oriente: tropischer Regenwald im Amazonas-Becken im Osten des Landes
  • Sierra: Andenregion mit ihren beiden parallelen, vom Vulkanismus geprägten Gebirgsketten und dazwischen liegendem Hochlandbecken (Altiplano)
  • Costa: Schwemmland und niedrige Küstengebirge im Westen

Darüber hinaus gehören die etwa 1.000 km vor der Küste liegenden Galápagos-Inseln mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna zu Ecuador. Das nenne ich nun wirklich Vielfalt, und die galt es zu einer sinnvollen Reiseroute zu kombinieren.

Postkarte von Ecuador

Die vier großen Regionen von Ecuador: Oriente, Sierra, Costa und Galápagos.

Reiseroute

Die Galápagos-Inseln sollten der krönende Abschluss unserer Rundreise werden, daher bot es sich an, den Rückflug von Guayaquil aus anzutreten. Beim Hinflug steuerten wir die Hauptstadt Quito an, da alle anderen Ziele (Andenregion, Nebelwald, Regenwald) von dort aus am besten zu erreichen waren. Ich lernte das für mich neue Wort „Gabelflug“ kennen und musste feststellen, dass längst nicht alle Fluganbieter solche Gabelflüge anboten (oder diese Suchoption geschickt auf ihrer Webseite versteckten).

Nachdem die erste Hürde, die Gabelflugbuchung, genommen war, legte ich die weitere Planung vorläufig auf Eis, denn jetzt musste ich mich erst um unsere Norwegen-Trekkingtour kümmern, die im August anstand. Urlaubsstress! 🙂
Die Planung und Buchung der inhaltlichen Reisebausteine für Ecuador nahm ich erst im Oktober wieder auf – und da wurde es höchste Zeit. Ich stellte eine Liste mit Wunschzielen auf, aber es gab unzählige Anbieter mit ebenso vielen verschiedenen Angeboten für Ein- und Mehrtagestouren im Hochland, Nebelwald und Amazonastiefland. Die Preisspanne war dabei enorm und sicherlich würde auch die Qualität der einzelnen Angebote stark variieren. Zum Glück bin ich im Internet über die Agentur Latina Real Tours gestolpert. Der Geschäftsführer Boris Siebert lebt mit seiner ecuadorianischen Familie in Quito und kennt sich bestens in seiner Wahlheimat aus. Er hat uns rundum perfekt beraten, einfach und unkompliziert per E-Mail und über Skype. Bis alle Bausteine – Inlandsflüge, Unterkünfte, Ausflüge und vor allem die Galápagos-Rundreise – final gebucht waren, war es allerdings Mitte Dezember. Ich war mehrfach einem Herzkasper sehr nahe. Dank Boris` guter Organisation konnten wir uns am Ende aber entspannt zurück lehnen und auf die folgende Reiseroute freuen:

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